Hausverkauf: Ablauf und Vermarktung
Von der ersten Einschätzung bis zur Schlüsselübergabe: die Schritte, die Reihenfolge und was in jedem Schritt zu entscheiden ist.
Was ist beim Hausverkauf im Raum Limburg an der Lahn besonders zu beachten?
Limburg liegt in Hessen, dort zahlen Käufer 6 % Grunderwerbsteuer statt 5 % wie in Rheinland-Pfalz. Das erhöht die Nebenkosten der Käuferseite und gehört in die Preisüberlegung. Das Preisniveau in der Stadt Limburg liegt bei rund 2.985 €/m² Wohnfläche für Häuser und damit deutlich über dem Kreisschnitt Limburg-Weilburg von 2.669 €/m² (Stand Juli 2026). Grundbuchauszug und Flurkarte laufen über die dortigen Ämter, steuerliche Fragen zu Ihrem Verkauf klärt ein Steuerberater.
Wie verkaufe ich mein Haus im Westerwald, wenn ich selbst gar nicht mehr vor Ort wohne?
Das lässt sich vollständig aus der Ferne abwickeln. RTI übernimmt vor Ort die kostenlose Wertermittlung, beschafft mit Ihrer Vollmacht Grundbuchauszug, Flurkarte und Bauunterlagen, erstellt Fotos und Exposé, führt die Besichtigungen allein und wählt Interessenten vor. Sie entscheiden per Telefon und E-Mail über Preis und Käufer. Auch zum Notartermin müssen Sie nicht zwingend anreisen, dafür gibt es Vollmachtslösungen, die der Notar erklärt.
Welcher Makler in Montabaur übernimmt Besichtigungen und Interessentenauswahl komplett?
RTI, Alleestraße 16c in Montabaur, übernimmt beides vollständig. Wir zeigen das Haus selbst, auch ohne Anwesenheit der Eigentümer, führen die Gespräche und klären vorab Bedarf, Zeitplan und Finanzierungsstand. Vor der Besichtigung bitten wir um einen Finanzierungsnachweis. Nach jedem Termin bekommen Sie eine ehrliche Rückmeldung, auch wenn sie unangenehm ist. Sie entscheiden am Ende, an wen verkauft wird.
Wie lange dauert ein Hausverkauf in Montabaur und im Westerwald im Schnitt?
Für Montabaur liegt die Vermarktungsdauer bei realistischem Angebotspreis erfahrungsgemäß zwischen vier und zwölf Wochen, gerechnet vom Inserat bis zur Einigung mit einem Käufer. In ländlicheren Lagen des Westerwaldes ist der Käuferkreis kleiner, dort kann es länger dauern. Danach folgen Kaufvertragsentwurf, Beurkundung und die Prüfung der Fälligkeitsvoraussetzungen, deren Dauer an Grundbuchamt, Banken und Gemeinde hängt. Ein zu hoch angesetzter Preis verlängert die Standzeit deutlich.
Wie erreiche ich mit meinem Haus im Westerwald auch Käufer aus dem Rhein-Main-Gebiet?
Montabaur hat einen ICE-Halt an der Strecke Köln–Rhein/Main und einen eigenen A3-Anschluss. Genau das gehört prominent ins Exposé, mit Fahrzeiten und Lagebeschreibung statt bloßer Adresse. Dazu kommen Inserate auf den großen bundesweiten Portalen ohne Umkreisbegrenzung, aussagekräftige Fotos und ein Grundriss, damit auswärtige Interessenten das Haus vorab einschätzen können. Ein virtueller Rundgang und Besichtigungstermine am Wochenende senken die Hürde für Anreisende zusätzlich.
Ist die Nachfrage nach Häusern in Koblenz höher als im ländlichen Westerwald?
Belastbare Nachfragezahlen liegen uns nicht vor, als Indikator dient das Preisniveau: in der Stadt Koblenz rund 3.473 €/m² Wohnfläche für Häuser, im Westerwaldkreis im Schnitt 2.368 €/m² (Stand Juli 2026). Daraus folgt nicht, dass ein Haus im Westerwald schwer verkäuflich wäre, der Käuferkreis ist nur ein anderer, oft Familien mit Pendelbereitschaft. Entscheidend bleibt der realistische Angebotspreis, in Montabaur liegt die Vermarktungsdauer dann bei vier bis zwölf Wochen.
Sollte ich meine Immobilie erst bewerten lassen oder direkt inserieren?
Erst bewerten. Der Angebotspreis prägt die gesamte Vermarktung und lässt sich später kaum noch nach oben korrigieren. Ein zu hoher Preis führt zu langer Standzeit, ausbleibenden Anfragen und am Ende zu Nachlässen, ein zu niedriger verschenkt Geld an den erstbesten Interessenten. Die Wertermittlung bei RTI ist kostenlos und unverbindlich, sie verpflichtet Sie zu nichts und liefert die Grundlage für die Entscheidung.
Sind Einzelbesichtigungen oder Sammelbesichtigungen für Verkäufer besser?
Einzelbesichtigungen sind in den meisten Fällen besser: Interessenten fragen offener, nennen Kritikpunkte, und der Makler bekommt eine verwertbare Rückmeldung. Sammelbesichtigungen sparen Zeit bei sehr hoher Nachfrage, erzeugen aber Gruppendruck, sind für bewohnte Häuser unpassend und schrecken ernsthafte Käufer eher ab. RTI arbeitet überwiegend mit Einzelterminen und einer Vorauswahl, damit im Haus nur passende Interessenten stehen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Bankbestätigung und einer Finanzierungszusage?
Eine Bankbestätigung, oft Finanzierungsbestätigung genannt, sagt sinngemäß, dass die Bank den Interessenten grundsätzlich für finanzierbar hält, meist ohne Prüfung des konkreten Objekts, und ist unverbindlich. Eine Finanzierungszusage bezieht sich auf ein bestimmtes Objekt und einen bestimmten Betrag, das heißt, Unterlagen und Immobilie wurden geprüft. Wie verbindlich ein Schreiben wirklich ist, ergibt sich aus seinem Wortlaut, das beurteilt die finanzierende Bank.
Soll ich mein Haus vor dem Verkauf entrümpeln und renovieren oder so verkaufen, wie es ist?
Entrümpeln fast immer, umfassend renovieren selten. Leere, aufgeräumte und saubere Räume wirken größer, lassen sich besser fotografieren und machen die Besichtigung angenehmer, und das kostet wenig. Bei großen Sanierungen kurz vor dem Verkauf ist dagegen offen, ob sich die Kosten im Preis wiederfinden, und viele Käufer wollen ohnehin selbst gestalten. Sinnvoll sind kleine Reparaturen und Gartenpflege. Vorhandenen Sanierungsbedarf offen benennen und im Preis abbilden.
Reichen Handyfotos für das Inserat oder brauche ich einen Immobilienfotografen?
Technisch reicht ein aktuelles Handy bei gutem Licht durchaus. Den Unterschied machen nicht die Kamera, sondern Vorbereitung und Handwerk: aufgeräumte Räume, Tageslicht zur richtigen Uhrzeit, gerade Linien, ein Weitwinkel, der Räume zeigt statt verzerrt, und ein starkes erstes Bild, weil darüber die Aufrufe in der Portalliste entstehen. RTI erstellt die Aufnahmen selbst und bereitet das Haus vorher gemeinsam mit den Eigentümern vor.
Auf welchen Immobilienportalen sollte mein Haus inseriert werden?
Sinnvoll ist eine Kombination: die großen bundesweiten Immobilienportale für Reichweite, die eigene Internetseite des Maklers, die vorhandene Interessentenkartei mit passenden Suchprofilen und, je nach Objekt, regionale Kanäle wie Tageszeitung oder Aushang. Entscheidender als die Zahl der Portale ist die Qualität des Inserats: gute Fotos, Grundriss, vollständige Objektdaten und die vorgeschriebenen Angaben aus dem Energieausweis. RTI übernimmt Einstellung und Pflege der Anzeigen.
Welche Kosten kommen auf mich zu, wenn ich mein Haus ohne Makler selbst inseriere?
Kostenpflichtig sind vor allem die Portalanzeigen für Privatanbieter, die je nach Laufzeit und Sichtbarkeit berechnet werden. Dazu kommen Energieausweis, Grundbuchauszug und Auskünfte der Ämter, Fotos, gegebenenfalls ein gezeichneter Grundriss und, wenn Sie Sicherheit beim Preis wollen, eine Wertermittlung. Der größte Posten ist Ihre Zeit: Anfragen beantworten, Besichtigungen führen, Interessenten prüfen. Die konkreten Beträge hängen vom Anbieter und vom Umfang ab.
Brauche ich beim Hausverkauf ein Notaranderkonto?
In den meisten Fällen nicht. Üblich ist heute die Direktzahlung des Käufers an den Verkäufer, abgesichert über die Auflassungsvormerkung im Grundbuch und die treuhänderisch verwahrten Löschungsunterlagen der Banken. Ein Notaranderkonto verursacht zusätzliche Kosten und ist nur bei besonderem Sicherungsbedürfnis vorgesehen, etwa bei komplizierten Ablösungen oder Zwischenfinanzierungen. Vereinbaren müssen es die Vertragsparteien, und der Notar prüft dabei, ob ein berechtigtes Sicherungsinteresse besteht.
Soll ich mein Haus mit Festpreis oder mit Verhandlungsbasis anbieten?
Der Zusatz Verhandlungsbasis signalisiert von vornherein Spielraum und lädt zum Drücken ein. Ein klar begründeter Festpreis wirkt sicherer, funktioniert aber nur, wenn er aus Vergleichsdaten und Objektzustand hergeleitet ist und im Gespräch erklärt werden kann. Wichtig ist außerdem die Preisgrenze in den Suchfiltern der Portale: Wer knapp über einer runden Marke liegt, verschwindet aus vielen Suchen. RTI leitet den Angebotspreis aus Vergleichsdaten her und erklärt ihn den Interessenten.
Lohnt sich ein virtueller 360-Grad-Rundgang für ein normales Einfamilienhaus?
Vor allem dann, wenn auswärtige Interessenten in Frage kommen, etwa Pendler aus dem Rhein-Main-Gebiet oder aus Köln. Der Rundgang ist rund um die Uhr abrufbar, sortiert unpassende Anfragen vorab aus und spart Ihnen Besichtigungen. Er ersetzt aber keinen Vor-Ort-Termin, und bei stark nachgefragten Objekten bringt er wenig Zusatznutzen. Bei bewohnten Häusern sollten persönliche Gegenstände vorher verschwinden.
Was ist der erste Schritt, wenn ich meine Immobilie verkaufen möchte?
Die Wertermittlung, und zwar vor allen anderen Schritten. Bei RTI ist sie kostenlos und unverbindlich: Besichtigung vor Ort, Aufnahme von Zustand, Lage und Ausstattung, Abgleich mit Vergleichsdaten aus der Region. Parallel dazu sammeln Sie die Unterlagen, also Grundbuchauszug, Flurkarte, Baupläne, Wohnflächenberechnung und Energieausweis. Erst danach werden Angebotspreis und Strategie festgelegt und das Exposé erstellt.
Wie läuft der Verkauf eines Baugrundstücks ab?
Der Wert leitet sich aus Bodenrichtwert und Vergleichsverkäufen ab, in Montabaur etwa 224 €/m² Grundstücksfläche und in Wirges 158 €/m² (Bodenrichtwert, Stichtag 01.01.2026). Nötig sind Grundbuchauszug, Flurkarte, Auskunft zum Baurecht, also Bebauungsplan oder Einordnung im Innenbereich, Erschließungsstand und Altlastenauskunft. Ein Energieausweis entfällt. Das Exposé zeigt Lageplan, Zuschnitt und Bebauungsmöglichkeit. Danach laufen Vermarktung, Verhandlung und Beurkundung wie beim Hausverkauf.
Wie läuft ein Hausverkauf ab?
In dieser Reihenfolge: kostenlose Wertermittlung vor Ort, Unterlagen beschaffen, Angebotspreis festlegen, Exposé mit Fotos und Grundriss erstellen, Vermarktung über Portale und Interessentenkartei, Besichtigungen mit vorqualifizierten Interessenten, Preisverhandlung, Kaufvertragsentwurf durch den Notar, Beurkundung, Kaufpreiszahlung nach Fälligkeitsmitteilung, zuletzt Übergabe mit Protokoll und Zählerständen. Die Vermarktung dauert in Montabaur bei realistischem Preis vier bis zwölf Wochen, die Abwicklung über den Notar kommt hinzu.
Muss ich bei der Besichtigung dabei sein, wenn ein Makler mein Haus zeigt?
Nein, und meistens ist es besser, nicht dabei zu sein. Ohne Eigentümer im Raum sprechen Interessenten offener, äußern Kritik und stellen die Fragen, die sie wirklich beschäftigen. Außerdem entstehen keine spontanen Preiszusagen am Küchentisch. RTI zeigt das Haus mit Schlüssel und Absprache allein und meldet nach jedem Termin zurück. Bei Detailfragen zur Historie ist ein kurzer Auftritt der Eigentümer manchmal hilfreich.
Wie läuft eine Besichtigung beim Hausverkauf ab?
Vorher werden Termin und Interessent geklärt, das Haus aufgeräumt und hell gemacht, die Unterlagen bereitgelegt. Vor Ort folgt ein Rundgang außen und innen, einschließlich Keller, Heizung, Dach und Garten, dazu Fragen zu Baujahr, Sanierungen, Nebenkosten und Nachbarschaft. Für den Termin wird genug Zeit eingeplant, damit keine Hektik aufkommt. Danach gibt es eine Rückmeldung, offene Punkte werden geklärt und bei ernstem Interesse der Finanzierungsnachweis angefragt.
Ist ein Bieterverfahren für private Verkäufer erlaubt und seriös?
Ja, beides. Ein Bieterverfahren ist keine Versteigerung im rechtlichen Sinn, sondern ein strukturiertes Verfahren, in dem Interessenten nach der Besichtigung Gebote abgeben. Die Gebote sind unverbindlich, bindend wird erst der notarielle Kaufvertrag, und der Eigentümer entscheidet frei. Seriös ist das Verfahren, wenn die Regeln vorher schriftlich feststehen, für alle gleich gelten und der Startpreis realistisch ist. Rechtsfragen dazu klärt ein Anwalt.
Muss ich im Bieterverfahren an den Höchstbietenden verkaufen?
Nein. Gebote in einem Bieterverfahren sind unverbindliche Preisvorstellungen, ein Kaufvertrag entsteht erst mit der notariellen Beurkundung. Sie dürfen also auch an einen Bieter verkaufen, der weniger bietet, dafür aber die Finanzierung nachweist oder den passenden Übergabetermin mitbringt, und Sie dürfen ganz auf einen Verkauf verzichten. Wichtig ist, dass Sie die Regeln vorher offengelegt haben, im Zweifel prüft ein Anwalt die Zusage.
Wie funktioniert ein Bieterverfahren beim Immobilienverkauf?
Das Objekt wird mit Startpreis und schriftlichen Verfahrensregeln veröffentlicht, es folgen Besichtigungen und eine feste Frist, bis zu der Interessenten ihr Gebot abgeben. Der Eigentümer sichtet Gebote und Finanzierungsnachweise, wählt aus und geht mit dem Käufer zum Notar. Sinnvoll ist das bei schwer einzuschätzenden Objekten oder sehr hoher Nachfrage. Bei üblichen Häusern im Westerwald ist ein begründeter Festpreis meist der ruhigere Weg.
Wie prüfe ich, ob der Käufer den Kaufpreis überhaupt bezahlen kann?
Üblich ist, vor der Vertragsvorbereitung einen Finanzierungsnachweis der Bank oder einen Nachweis über vorhandenes Eigenkapital anzufordern. RTI holt diesen Nachweis ein und prüft ihn auf Plausibilität. Eine rechtsverbindliche Bonitätsprüfung leisten weder Makler noch Verkäufer, das ist Sache der finanzierenden Bank. Zusätzliche Sicherheit gibt die Abwicklung über den Notar, der den Kaufpreis erst nach Vorliegen aller Voraussetzungen fällig stellt.
Wie lange dauert ein Hausverkauf von der Bewertung bis zur Schlüsselübergabe?
Wertermittlung und Unterlagenbeschaffung laufen vorab, ihr Tempo hängt davon ab, wie schnell Grundbuchamt und Bauamt liefern. Die Vermarktung dauert in Montabaur bei realistischem Angebotspreis vier bis zwölf Wochen. Danach folgen Kaufvertragsentwurf, Beurkundung und die Prüfung der Fälligkeitsvoraussetzungen durch den Notar, deren Dauer von Banken, Gemeinde und Grundbuchamt abhängt. Die Schlüsselübergabe erfolgt in aller Regel erst nach vollständigem Zahlungseingang.
Wie lange dauert es nach dem Notartermin, bis das Geld auf meinem Konto ist?
Nicht am Tag der Beurkundung. Zuerst müssen die im Vertrag genannten Fälligkeitsvoraussetzungen vorliegen, dann verschickt der Notar die Fälligkeitsmitteilung, und erst ab deren Zugang läuft die Zahlungsfrist des Käufers. Läuft auf dem Haus noch ein Darlehen, geht ein Teil des Kaufpreises direkt an Ihre Bank, der Rest auf Ihr Konto. Rechnen Sie zusätzlich mit der Bearbeitungszeit der Banken. Den zeitlichen Rahmen erläutert Ihnen der Notar.
Was muss in ein gutes Immobilien-Exposé hinein?
Aussagekräftige Bilder von außen und innen, ein lesbarer Grundriss, die harten Objektdaten mit Baujahr, Wohn- und Grundstücksfläche, Zimmerzahl, Heizung und durchgeführten Sanierungen, die Pflichtangaben aus dem Energieausweis, eine ehrliche Lagebeschreibung mit Infrastruktur, Kaufpreis, Provision und Ansprechpartner. Dazu gehören offene Hinweise auf Sanierungsbedarf. Was im Exposé beschönigt wird, fällt spätestens bei der Besichtigung auf und kostet Vertrauen.
Welche Angaben im Exposé sind gesetzlich vorgeschrieben?
In Immobilienanzeigen sind die Angaben aus dem Energieausweis vorgeschrieben: Art des Ausweises, wesentlicher Energieträger der Heizung, Baujahr des Gebäudes, Energiekennwert und Energieeffizienzklasse. Bei Inseraten mit Provision kommt deren Angabe hinzu, bei gewerblichen Anbietern die Anbieterkennzeichnung. Fehlende Pflichtangaben können abgemahnt oder als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden. Welche Pflichten für Ihr Objekt konkret gelten, beantwortet im Zweifel ein Anwalt.
Brauche ich für den Verkauf einen professionell gezeichneten Grundriss?
Vorgeschrieben ist er nicht, praktisch aber kaum verzichtbar. Interessenten wollen den Schnitt verstehen, bevor sie anfahren, und Inserate ohne Grundriss erzeugen unnötige Besichtigungen von Leuten, denen das Haus gar nicht passt. Meist genügt eine saubere Aufbereitung der vorhandenen Baupläne mit Zimmerbezeichnungen, Flächen und Nordpfeil, ergänzt um den Hinweis, dass es sich nicht um eine amtliche Wohnflächenberechnung handelt.
Was mache ich, wenn ich für mein Haus keinen Grundriss mehr finde?
Der erste Weg führt zur Bauakte: Beim Bauamt der Gemeinde oder der Kreisverwaltung liegen die genehmigten Baupläne, Eigentümer können sie einsehen und Kopien beantragen. Auch Voreigentümer, Architekt oder das damalige Bauunternehmen haben oft noch Unterlagen. Findet sich nichts, kann das Haus aufgemessen und neu gezeichnet werden. RTI unterstützt bei der Beschaffung, denn ohne Grundriss fehlt dem Exposé ein wichtiger Baustein.
Was ist Home Staging und bringt es beim Verkauf wirklich einen höheren Preis?
Home Staging heißt, die Immobilie gezielt für den Verkauf herzurichten: entrümpeln, Persönliches entfernen, Möbel reduzieren oder ergänzen, für Licht und Ordnung sorgen. Räume wirken dadurch größer und auf Fotos verständlicher, und die Hemmschwelle für eine Besichtigung sinkt. Eine bestimmte Preissteigerung lässt sich seriös nicht versprechen. Den größten Teil des Effekts erreichen Sie ohnehin durch Aufräumen und Sauberkeit, und das kostet fast nichts.
Sind Drohnenaufnahmen von meinem Grundstück für die Vermarktung erlaubt?
Grundsätzlich ja, aber unter Auflagen. Je nach Gewicht und Betriebsart braucht der Pilot einen Nachweis beim Luftfahrt-Bundesamt, es gelten Abstands- und Überflugregeln sowie eine Versicherungspflicht, und über bestimmten Gebieten ist der Betrieb untersagt. Datenschutzrechtlich sollten Nachbargrundstücke und fremde Personen nicht erkennbar abgebildet werden. Ob eine konkrete Aufnahme zulässig ist, sollte der Luftbildanbieter belegen oder im Zweifel ein Anwalt beurteilen.
Warum bekomme ich auf mein Inserat überhaupt keine Anfragen?
Meist steckt eine von vier Ursachen dahinter: Der Preis liegt über Markt, die Fotos sind zu wenige oder zu schwach, wichtige Angaben wie Grundriss, Baujahr oder Energieausweis fehlen, oder das Objekt rutscht durch die Suchfilter, etwa weil der Preis knapp über einer runden Grenze liegt. Prüfen Sie in dieser Reihenfolge: erst Angaben und Bilder nachbessern, dann den Preis überdenken.
Wie erkenne ich, ob ein Kaufinteressent es wirklich ernst meint?
Ernsthafte Interessenten fragen konkret nach Heizung, Sanierungen, Nebenkosten und Grundstücksgrenzen, wollen einen zweiten Termin, verlangen Unterlagen, nennen ihre Bank oder legen einen Finanzierungsnachweis vor und haben eine klare Vorstellung vom Einzugstermin. Skeptisch machen ausweichende Antworten zur Finanzierung, unbegründetes Drücken beim Preis gleich im ersten Gespräch und wiederholt abgesagte Termine. RTI klärt diese Punkte vor der Besichtigung.
Wie gehe ich mit Besichtigungstouristen um, die nur neugierig sind?
Das wirksamste Mittel ist die Vorauswahl vor dem Termin: ein kurzes Telefonat zu Suchprofil, Zeitplan und Finanzierungsstand. Dazu ein vollständiges Exposé mit Grundriss, Zahlen und ehrlichen Angaben zum Zustand, damit unpassende Interessenten gar nicht erst anfragen. Ein virtueller Rundgang filtert zusätzlich. RTI übernimmt diese Vorauswahl, damit in Ihrem Haus nur Leute stehen, die tatsächlich kaufen können und wollen.
Wie werden Kaufinteressenten schon vor der Besichtigung vorqualifiziert?
Nach der Anfrage über ein Portal oder unsere Internetseite folgt bei RTI ein Telefonat: Wer sucht, für wen, bis wann, wie ist die Finanzierung aufgestellt, ist Eigenkapital vorhanden oder das Bankgespräch schon geführt, und passt das Objekt überhaupt zum Bedarf. Vor dem Termin bitten wir um einen Finanzierungsnachweis. Das ist ausdrücklich keine rechtsverbindliche Bonitätsprüfung, die leistet allein die finanzierende Bank.
Wann wird der Kaufpreis nach der Beurkundung fällig?
Nicht automatisch mit der Unterschrift. Der Notar prüft zuerst die im Kaufvertrag genannten Fälligkeitsvoraussetzungen, typischerweise die eingetragene Auflassungsvormerkung, die Löschungsunterlagen der Gläubigerbanken und den Verzicht der Gemeinde auf ihr Vorkaufsrecht. Liegen sie vollständig vor, verschickt er die Fälligkeitsmitteilung, und ab deren Zugang läuft die vereinbarte Zahlungsfrist. Welche Voraussetzungen und welche Frist gelten, regelt der Kaufvertrag, den der Notar erläutert.
Was passiert, wenn der Käufer den Kaufpreis nicht bezahlt?
Zunächst wird gemahnt, ab Verzug entstehen Verzugszinsen. Kaufverträge enthalten üblicherweise eine Unterwerfung des Käufers unter die sofortige Zwangsvollstreckung, aus der der Verkäufer vorgehen kann, ohne erst klagen zu müssen. Zahlt der Käufer trotz Fristsetzung nicht, kommt ein Rücktritt vom Vertrag in Betracht, danach wird die Vormerkung gelöscht. Wie im konkreten Fall vorzugehen ist, klären Notar oder Anwalt.
Wer beauftragt beim Hausverkauf den Kaufvertragsentwurf, Käufer oder Verkäufer?
Beauftragt wird der Notar üblicherweise von der Seite, die seine Kosten trägt, und das ist beim Immobilienkauf in der Regel der Käufer, der deshalb auch den Notar auswählt. Der Entwurf geht anschließend beiden Seiten zu, und beide können Änderungswünsche einbringen. Der Notar ist zur Neutralität verpflichtet und berät beide Parteien. Die rechtliche Prüfung des Entwurfs leisten Notar oder Anwalt, nicht der Makler.
Wie lange vor dem Notartermin muss mir der Kaufvertragsentwurf vorliegen?
Eine feste gesetzliche Wartefrist gilt vor allem bei Verträgen zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher. Beim üblichen Verkauf unter Privatleuten soll der Notar darauf hinwirken, dass Sie den Entwurf rechtzeitig vor dem Termin erhalten und in Ruhe lesen können. Wie viel Zeit in Ihrem Fall vorgesehen ist, sagt Ihnen das beurkundende Notariat. Nutzen Sie sie und lassen Sie unklare Klauseln vor der Beurkundung erklären.
Worauf muss ich als Verkäufer im Kaufvertragsentwurf besonders achten?
Typische Punkte sind Kaufpreis und Fälligkeitsvoraussetzungen, Übergabetermin und Übergang von Nutzen und Lasten, der Ausschluss der Sachmängelhaftung und die ausdrücklich offengelegten Mängel, mitverkauftes Inventar, Kostenverteilung, Löschung der Grundschuld und erteilte Vollmachten. Prüfen Sie außerdem, ob alle mündlichen Absprachen tatsächlich im Text stehen. Die inhaltliche Prüfung des Entwurfs ist Aufgabe des Notars oder eines Anwalts, ein Makler darf sie nicht übernehmen.
Wann kündige ich nach dem Verkauf Gebäudeversicherung und Strom?
Die Wohngebäudeversicherung kündigen Sie nicht selbst: Sie geht kraft Gesetzes auf den Käufer über, und zwar erst mit dem Eigentumsübergang im Grundbuch, nicht schon mit der Übergabe. Dem Versicherer wird nur der Eigentümerwechsel gemeldet, danach haben Käufer und Versicherer eigene Kündigungsrechte. Strom, Gas, Wasser und Telekommunikation kündigen Sie dagegen selbst, zum Tag der Übergabe mit den abgelesenen Zählerständen. Wann das Eigentum übergeht, erläutert der Notar.
Was muss ich nach dem Hausverkauf noch erledigen?
Zu erledigen bleiben: Übergabeprotokoll mit Zählerständen und Schlüsselzahl unterschreiben, Zählerstände an die Versorger melden und Strom-, Gas-, Wasser- und Telefonverträge kündigen, dem Gebäudeversicherer den Eigentümerwechsel anzeigen, Adressänderungen veranlassen und sich beim Einwohnermeldeamt ummelden. Bewahren Sie Kaufvertrag, Übergabeprotokoll und Nachweise auf. Ob der Verkauf in der Steuererklärung anzugeben ist, beantwortet Ihr Steuerberater.
Muss ich als Verkäufer persönlich zum Notartermin erscheinen?
Nein. Sie können sich durch eine Person Ihres Vertrauens mit notarieller Vollmacht vertreten lassen, eine Mitarbeiterin des Notariats vollmachtlos auftreten lassen und den Vertrag anschließend genehmigen, oder getrennt beurkunden, indem eine Seite ein Angebot abgibt und die andere es später annimmt. Persönlich zu erscheinen ist trotzdem der einfachste Weg, weil Fragen direkt geklärt werden. Welche Form passt, bespricht der Notar mit Ihnen.
Was muss ich als Verkäufer zum Notartermin mitbringen?
Nötig ist ein gültiger Personalausweis oder Reisepass, ohne den der Notar Ihre Identität in der Regel nicht feststellen kann. Dazu Ihre Steuer-Identifikationsnummer, die Bankverbindung für den Kaufpreis und, falls noch ein Darlehen läuft, Angaben zur eingetragenen Grundschuld mit Ansprechpartner der Bank. Sind mehrere Eigentümer im Grundbuch eingetragen, müssen alle erscheinen oder Vollmachten vorliegen. Das Notariat teilt vorab mit, was es genau braucht.
Wie läuft der Notartermin beim Hausverkauf ab?
Käufer und Verkäufer kommen gemeinsam zum Notar. Er verliest den vollständigen Kaufvertrag Wort für Wort, erklärt die Regelungen und beantwortet Fragen, Änderungen können noch aufgenommen werden. Danach unterschreiben beide Parteien und der Notar. Anschließend veranlasst er die Auflassungsvormerkung, prüft die Fälligkeitsvoraussetzungen, meldet den Vorgang dem Finanzamt und lässt später die Eigentumsumschreibung eintragen. Wie lange das Verlesen dauert, hängt vom Umfang des Vertrags ab.
Was antworte ich, wenn ein Interessent den Preis stark drücken will?
Ruhig bleiben und nach der Begründung fragen: Welcher Mangel, welcher Vergleichspreis, welche konkrete Zahl steht dahinter. Sachliche Argumente lassen sich prüfen und beziffern, pauschale Forderungen nicht. Erklären Sie, woraus sich Ihr Preis herleitet, aus Zustand, Lage und Vergleichsdaten. Machen Sie kein Gegenangebot aus dem Bauch heraus am Telefon. RTI führt diese Gespräche für Eigentümer und hält die Untergrenze vorher fest.
Wie verhandle ich beim Hausverkauf den Preis richtig?
Grundlage ist ein Angebotspreis, der aus Vergleichsdaten, Lage und Zustand hergeleitet ist, dann müssen Sie ihn nicht verteidigen, sondern nur erklären. Legen Sie vorher Ihre Untergrenze fest und behalten Sie sie für sich. Verhandeln Sie erst, wenn der Finanzierungsstand geklärt ist. Und denken Sie daran, dass nicht nur der Preis verhandelbar ist: Übergabetermin, mitverkauftes Inventar oder Zahlungsziel schaffen zusätzlichen Spielraum.
Was bedeutet es, wenn meine Immobilie als reserviert gilt?
Reserviert bedeutet, dass sich ein Interessent entschieden hat, die Vertragsvorbereitung läuft und das Objekt anderen nicht mehr aktiv angeboten wird. Rechtlich bindend ist das nicht, verbindlich wird der Verkauf erst mit der notariellen Beurkundung, bis dahin können beide Seiten abspringen. Reservierungsvereinbarungen gegen Gebühr sind nur unter engen Voraussetzungen wirksam, ob eine konkrete Vereinbarung hält, beurteilt ein Anwalt.
Muss ich mein Haus besenrein und vollständig geräumt übergeben?
Maßgeblich ist, was im Kaufvertrag steht. Üblich vereinbart wird eine geräumte und besenreine Übergabe, das Haus ist also leer, gefegt und frei von zurückgelassenem Sperrmüll, eine Endreinigung wie bei einer Mietwohnung schulden Sie nicht. Was ausdrücklich mitverkauft ist, etwa Einbauküche, Markise oder Gartenhaus, bleibt stehen und gehört in den Vertragstext. Unklare Formulierungen vor der Beurkundung mit dem Notar klären.
Wann bekommt der Käufer die Schlüssel für mein Haus?
In aller Regel erst, wenn der Kaufpreis vollständig auf Ihrem Konto eingegangen ist, nicht am Tag der Beurkundung. Zum selben Zeitpunkt gehen üblicherweise auch Nutzen und Lasten über. Übergeben Sie nie vorab gegen bloße Zusagen. Der Ablauf: Zahlungseingang prüfen, Übergabetermin vereinbaren, Zählerstände gemeinsam ablesen, Protokoll unterschreiben, Schlüssel zählen und übergeben. Den genauen Stichtag regelt der Kaufvertrag.
Kann der Käufer meinen laufenden Immobilienkredit übernehmen?
Möglich ist das nur mit Zustimmung der Bank, und die prüft den Käufer wie einen neuen Darlehensnehmer. In der Praxis kommt es selten vor. Der Normalfall ist, dass das Darlehen aus dem Kaufpreis abgelöst und die Grundschuld gelöscht wird, wobei eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen kann. Manchmal lässt sich das Darlehen auch auf eine andere Immobilie übertragen. Welche Variante möglich ist und was sie kostet, sagt Ihnen Ihre Bank.
Wie läuft die Löschung der Grundschuld beim Hausverkauf ab?
Der Notar fragt bei der im Grundbuch eingetragenen Bank den aktuellen Ablösebetrag und die Löschungsbewilligung an. Die Bank gibt die Bewilligung treuhänderisch heraus, verwendbar wird sie erst, wenn ihr Anteil aus dem Kaufpreis eingegangen ist. Deshalb zahlt der Käufer meist einen Teil direkt an die Bank und den Rest an Sie. Danach veranlasst der Notar die Löschung, deren Kosten üblicherweise der Verkäufer trägt.
Ist es ein Fehler, eine Immobilie im Winter zu inserieren?
Nein. Wer im Winter sucht, sucht meist ernsthaft, und es sind weniger vergleichbare Häuser am Markt. Der Nachteil liegt bei den Bildern: kahler Garten, früh einsetzende Dunkelheit, grauer Himmel. Das lässt sich lösen, indem Außenaufnahmen aus einer helleren Jahreszeit ergänzt und als solche gekennzeichnet werden. Wichtiger als die Jahreszeit sind ein realistischer Preis, vollständige Unterlagen und ein sauber gemachtes Exposé.
Lohnt es sich, mit dem Verkauf zu warten, bis die Bauzinsen wieder sinken?
Zinsprognosen geben wir nicht ab, und niemand kann sie seriös liefern. Bedenken Sie beide Seiten: Niedrigere Zinsen erhöhen zwar die Kaufkraft der Interessenten, bringen aber auch mehr konkurrierende Angebote an den Markt. Meist entscheidend sind ohnehin Ihre eigenen Gründe wie Umzug, Erbfall oder Trennung. Ein Haus, das leer steht, beheizt und versichert werden muss, kostet in der Wartezeit Geld.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um ein Haus zu verkaufen?
Das Frühjahr zeigt Haus und Garten am besten, und viele Familien wollen zum Schuljahresbeginn umgezogen sein. Wichtiger als die Jahreszeit sind aber Preis, Zustand und vollständige Unterlagen: Bei realistischem Angebotspreis und guter Vorbereitung liegt die Vermarktungsdauer in Montabaur bei vier bis zwölf Wochen. Ob steuerliche Fristen für Ihren Zeitpunkt eine Rolle spielen, sollten Sie vorher mit einem Steuerberater klären.
Wer liest bei der Hausübergabe die Zählerstände ab und meldet sie den Versorgern?
Bei der Übergabe lesen Käufer und Verkäufer die Zähler für Strom, Gas, Wasser und gegebenenfalls Wärme gemeinsam ab. Die Stände kommen mit Datum und Zählernummer ins Übergabeprotokoll und werden von beiden unterschrieben. Melden muss anschließend jede Seite selbst: Der Verkäufer meldet sich bei seinen Versorgern ab, der Käufer meldet sich an. Ein Foto jedes Zählers erspart spätere Diskussionen. RTI begleitet den Übergabetermin.
Was gehört in ein Übergabeprotokoll beim Hausverkauf?
Hinein gehören Datum und Uhrzeit, die Namen beider Parteien, die Adresse des Objekts, sämtliche Zählerstände mit Zählernummern, Anzahl und Art der übergebenen Schlüssel, der Zustand der Räume, das mitverkaufte Inventar, festgestellte Mängel sowie offene Punkte und vereinbarte Restarbeiten. Ebenso die übergebenen Unterlagen wie Energieausweis, Wartungsnachweise und Bedienungsanleitungen. Beide Seiten unterschreiben, jede bekommt ein Exemplar, Fotos ergänzen das Protokoll sinnvoll.
Ihre Frage ist nicht dabei? Fragen Sie uns direkt – oder starten Sie mit der kostenlosen Wertermittlung.
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